Mehrgenerationenhaus mit 2 bis 4 Wohnungen

Mehrgenerationenhaus mit Großfamilie Envato Elements YuriArcursPeopleimages

Drei Projekte – ein Ziel: Im Generationenhaus zusammen wohnen, aber doch jeder für sich. Nach dieser Idee bauten eine junge Familie und deren (Groß-)Eltern ein gemeinsames Haus. Mit einer großen Wohnung für die Jungen, einer etwas kleineren für die Alten und zwei Einliegerwohnungen zur flexiblen Nutzung. Projekt Nummer Zwei zeigt ein Doppelhaus, das als Mehrgenerationenhaus fungiert. Beim dritten Projekt wird das Haus einer sechsköpfigen Familie durch eine Einliegerwohnung ergänzt. Welche Möglichkeiten diese bietet, lesen Sie hier.

Welche Vorteile bringt das Mehrgenerationenhaus?

Das Mehrgenerationenhaus spiegelt eine Art des Zusammenlebens wider, bei der gemeinsames Wohnen und Unabhängigkeit verbunden werden. Hier leben mehrere Generationen nah beieinander und können sich bei Bedarf jederzeit unter die Arme greifen. Ob bei der Kinderbetreuung oder der Unterstützung älterer Familienmitglieder im Alltag. Weitere Vorteile sind kurze Wege und der enge familiäre Austausch. Bei der Planung wird meist darauf geachtet, dass jede Familie genug Privatsphäre hat und sich notfalls problemlos zurückziehen kann.

Projekt 1: Spannendes Wohnkonzept für vier Parteien

Wenn mehrere Generationen unter einem Dach wohnen, ist es für alle ein Gewinn. Wichtig ist dabei allerdings, dass jede Generation bei Bedarf „die Tür hinter sich zuziehen“ kann, dass also die gemeinsamen vier Wände allen Bewohnern die nötige Privatsphäre bieten. Auch wenn man Seite an Seite mit einem guten Nachbarn wohnt oder mit Eltern oder Schwiegereltern, möchte man dennoch ganz individuellen Wohnkomfort genießen: das bietet dieses Haus im Doppelpack mit einer klaren Aufteilung und einem großzügigen Wohnangebot.

Dieses nicht alltägliche Mehrgenerationen-Konzept für eine vierköpfige Familie und ein (Groß-)Elternpaar – mit viel Privatsphäre in den optisch geteilten Baukörpern – entwarfen die Bauherren in einer fast zweijährigen Planungszeit selbst. Glück hatten sie bei der Grundstückssuche. Durch die Zusammenlegung von vier Grundstücksteilen konnte ihr „Traum-Generationen-Haus“ Wirklichkeit werden. Bei diesem individuellen Entwurf wurden ähnlich wie bei einem Doppelhaus zwei separate Wohneinheiten zusammengefasst.

Vier Eingangstüren – für jede Wohnung eine

Die beiden separaten Hausteile befinden sich nebeneinander und belegen wie bei einem Doppelhaus beide Geschosse. Geradläufige Treppen erlauben gut begehbar die Nutzung der oberen Wohnebenen auch im Alter. Dank dieser Planung profitieren beide Wohneinheiten vom Balkon mit einem weiten Blick in die Landschaft.

In diesem Mehrgenerationenhaus gibt es gleich vier Eingangstüren! Durch die leichte Hanglage zur Straßenseite hin werden die beiden Hausteile über das Untergeschoss erschlossen und das Tageslicht im Keller beschert eine sonnige kleine Einliegerwohnung mit separater Außentür. So kann jeder Bewohner kommen und gehen wie und wann er will, ohne die Privatsphäre der einzelnen Parteien zu stören.

Grosse Wohnung für die Jungen, Kleine für die Alten

Die beiden Hausteile im lang gestreckten Baukörper mit der symmetrischen Gartenfassade und den klassischen Bauhaus-Anklängen sieht man die ungleiche Teilung in der Größe gleich an. Das größere Haus mit fast 190 Quadratmetern Wohnfläche gehört der jungen Familie, während in das kleinere mit 120 Quadratmetern Wohnfläche die Großeltern eingezogen sind.

Das Generationen-Haus öffnet sich nach Süden mit viel Glas

Beide Wohnebenen sind ganz klar nach der Sonne ausgerichtet: Großzügig ist schon das Raumangebot im Erdgeschoss. Vom Treppenhaus geht es in den zentralen Flur durch den beide Hausteile mittels einer Zwischentür bei Bedarf zugänglich sind. Der Wohnbereich erschließt als Großraum auch Küche und Essplatz. 

Diese Lösung ist ideal für alle diejenigen, die einen großen „Vielzweckraum“ als Treffpunkt für die ganze Familie um den großen Tisch schätzen. Vor dem Wohn-Essbereich von  Haus 1 liegt ein Teil der Terrasse geschützt eingezogen – ideal für nicht ganz so gutes Wetter im Sommer. Und bei beiden Häusern öffnet sich der Wohnraum natürlich zur Gartenseite hin mit viel Glas. 

Im Obergeschoss – mit voller Raumhöhe überall  –  sind die Schlafräume, Kinderzimmer und das Familienbad untergebracht. Doch das Highlight am lang gestreckten Baukörper zur Gartenseite hin ist der durchgängige Balkon, er gibt nicht nur der Außenfassade eine gewisse Spannung, sondern den Räumen im Obergeschoss noch mehr Licht und die Freiheit nach draußen.

Angenehmes Wohnklima im gut gedämmten Holzhaus

Das Holzhaus ist aus 31,25 Zentimeter dicken und gedämmten Holzwänden konstruiert. Auch die Dachkonstruktion bringt nicht nur sehr gute Wärmedämmwerte, sondern schützt die Wohnräume an heißen Sommertagen auch vor unangenehmer Hitze. So bekommt das Haus eine schützende, diffusionsoffene Hülle aus einem Guss und bietet seinen Bewohnern über den gesamten Jahresverlauf ein entsprechend angenehmes Raumklima.   

Projekt 2: Familiäres Doppelhaus

Gefragt sind Häuser, die ein Zusammenleben mit der Familie ermöglichen, aber in getrennten Wohneinheiten. So wie beim Doppelhaus in unserem zweiten Projekt. Das betreffende Haus befindet sich in leichter Hanglage. Hinter einem gemeinsamen Eingangsbereich verbirgt sich der Lebensraum von drei Generationen einer Familie.

Die Bauherrin plante diesen Entwurf mit einer Architektin genau nach ihren Vorstellungen. Zu diesem Zeitpunkt sollten ihre nicht mehr ganz jungen Eltern aus dem weit entfernten München in die Nähe der Familie umsiedeln. Gewünscht war ein Haus, das sowohl ihr, ihrem Lebensgefährten und den zwei fast erwachsenen Kindern Raum bietet.

Da sich ihre Eltern viel im Ausland aufhalten, schien es sinnvoll, deren neuen Wohnsitz ebenfalls möglichst eng mit dem der Familie zu verzahnen. So entstand ein Doppelhaus mit unterschiedlich großen Haushälften und Verbindungen auf verschiedenen Ebenen, damit sich die Tochter bei Abwesenheit ihrer Eltern unkompliziert um alles kümmern kann.

Mehrgenerationenwohnen im Bauhaus-Stil

Die moderne Architektur mit deutlichen Anleihen an den Bauhaus-Stil war ihr dabei besonders wichtig. Da die Baubehörden kein Flachdach zuließen, entstand ein Haus mit Satteldach und markanten Flachdach-Gauben. Bauhaus-Kennzeichen sind die fehlenden Dachüberstände, ein futuristisch gestalteter Eingangsbereich sowie die schmalen Übereck-Fenster. Da auch eine nur anderthalb geschossige Bauweise vorgeschrieben war, wurde hinter dem Haus ein Lichthof ausgehoben, um auch im Untergeschoss noch qualitativ hochwertigen Wohnraum für die Kinder unterbringen zu können. Die kleinere Haushälfte für die Eltern der Bauherrin erhält hier ein großes Arbeitszimmer.

Gemeinsamer Eingang und Verbindungselemente in Obergeschoss und Keller

Im Erdgeschoss betritt man das Haus durch einen gemeinsamen Eingangsbereich, von dem aus die beiden Haushälften erschlossen werden. Dort unten liegen jeweils die Küchen und der Wohn-Essbereich. Oben gibt es im linken Teil einen komfortablen Privatbereich für die Bauherrin und ihren Lebensgefährten, der durch den exklusiven Zugang über Ankleide oder Bad maximale Privatsphäre genießt. Ergänzt wird das Obergeschoss durch ein großes „Jugendzimmer“.

Im Hausteil der Eltern liegen oben ganz klassische Schlaf- und Gästezimmer nebst Bad. Eine Besonderheit ist die Verbindungstür zwischen den beiden Fluren, die einen Übergang von einem in den anderen Hausteil auch auf dieser Ebene ermöglicht. Auch im Keller gibt es eine Verbindung über den Technikraum.

Die Haushälften sind hinsichtlich der Heiz- und Lüftungstechnik getrennt behandelt. Das heißt, zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen sowie zwei kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind im Haus untergebracht. Damit ist die Unabhängigkeit beider Haushälften gewährleistet, besonders dann, wenn ein Teil später einmal separat vermietet werden sollte.

Projekt 3: Mehrgenerationenhaus am Hang

Für dieses Mehrgenerationenhaus wurde die Hanglage zum Glücksfall: Gebaut für eine sechsköpfige Familie, verfügt es im Untergeschoss über eine zusätzliche Einliegerwohnung und bietet damit Räumlichkeiten für alle Lebenslagen.

Die Einliegerwohnung kann auf vielfältige Weise genutzt werden: Vermietet hilft sie bei der Hausfinanzierung, Großeltern oder erwachsenen Kinder bietet sie eine gute Balance zwischen Selbstständigkeit und Unterstützung durch die Familie. Zudem wirkt sich die zusätzliche Wohnung im Haus auf die Förderung aus und bringt Steuervorteile mit sich. Neben der Einliegerwohnung liegt auch der großzügige Hauseingang mit Flur und Treppenhaus. Hier gibt es viel Platz für Schränke und Garderobe.

Familientreffpunkt in der Mitte des Hauses

Eine Etage weiter oben im Mehrgenerationenhaus spielen sich die schönen Dinge des Lebens ab. Der weitläufige Wohn-Essbereich mit offener Küche ist der knapp 40 Quadratmeter Wohnfläche große Mittelpunkt des ganzen Hauses. Und im Sommer findet das Leben zusätzlich draußen auf der Terrasse statt, die sich über bodentiefe Fenster nahtlos ans Wohngeschehen drinnen andockt. Unter der Terrasse, von wo die Wege in den Garten kurz sind, liegt die ans Mehrgenerationenhaus grenzende Garage. Ein weiteres Zimmer im Erdgeschoss, das als Büro konzipiert wurde, kann auch Bibliothek, Gästezimmer oder Hobbyraum sein. Den hohen Nutzwert des zusätzlichen Zimmers wollen die Bewohner jedenfalls nicht mehr missen.

Außerdem befindet sich auf dieser Ebene auch – eher ungewöhnlich – das Elternschlafzimmer mit dem dazugehörenden Bad. Hier kann man ungestört vom Trubel der Kinder im Dachgeschoss relaxen. Im Alltag stellt die Etage unterm Dach neben Platz zum Lernen, Spielen und Toben auch jedem der vier Kinder ein Zimmer voll Privatsphäre zur Verfügung.

Das zusätzliche Bad erspart der Familie Stauzeiten am Morgen und erhält den Wohlfühl- und Wellnesscharakter des Elternbads. Beheizt wird das Haus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, welche die erzeugte Wärme über eine Fußbodenheizung im ganzen Haus als angenehme Strahlungswärme verteilt. Dazu kommt eine Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung aller Räume.

Mehrgenerationenhaus-Beispiele von Fertighausanbietern

In unserer Hausdatenbank findest du eine Reihe von Beispielen für Mehrgenerationenhäuser. Hier listen wir dir fünf Häuser auf: