Nicht immer bieten Grundstücke die perfekten Voraussetzungen zum Anlegen eines attraktiven Gartens. Wie werden schwierige Gegebenheiten wie Lehmboden, Sandboden oder Schattenflächen mit möglichst geringem Aufwand optimal genutzt?
Wie lassen sich Schattenflächen begrünen?
Eine besondere Herausforderung bei der Gartengestaltung stellen Standorte dar, die überwiegend im Schatten liegen. Hier wachsen viele Gartenpflanzen nur schlecht oder gehen bereits nach kurzer Zeit ganz ein. Um im schattigen Grundstücksbereich eine natürliche Einfassung zu erhalten, können Gartenbesitzer Eiben kaufen und sie je nach Pflanzengröße mit einem Abstand zwischen 30 und 50 Zentimetern ins Erdreich setzen. In den Folgejahren wächst aus ihnen eine blickdichte und immergrüne Hecke. Beete an einem schattigen Standort lassen sich wunderbar mit Hortensien, Storchschnabel, Astilbe oder Lungenkraut füllen. Auch viele Bodendecker vertragen halbschattige bis schattige Standorte.
Was wächst in lehmigem Boden?
In einigen Regionen können ganze Grundstücke einen Lehmboden haben. Um aufwendige Erdarbeiten zu vermeiden oder auf ausgewählte Bereiche zu beschränken, greifen Hobbygärtner hier zu besonders tief wurzelnden Pflanzenarten. Auf Lehmboden lässt sich beispielsweise ein Gemüsebeet anlegen, in dem neben verschiedenen Kohlsorten und Rote Beete auch Buschbohnen, Zwiebeln, Salatsorten, Spinat und Mangold prächtig wachsen. Für eine attraktive Blütenpracht kann stattdessen ein Zierbeet mit Pfingstrosen, Sonnenauge, Prachtspiere, Funkie und Taglilien gestaltet werden. Auch Bäume wie Eiben und Hainbuchen kommen an Standorten mit lehmigem Boden gut zurecht. Ein Vorteil der besonderen Bodenzusammensetzung ist übrigens, dass sie Wasser besonders gut speichert und daher seltener gegossen werden muss.
Welche Pflanzen passen zum Sandboden?
Ganz anders als schwerer Lehmboden ist sehr sandiger Boden besonders durchlässig für Wasser und Nährstoffe. Hierfür eignen sich Pflanzen, die entweder einen geringen Wasser- und Nährstoffbedarf haben, oder sehr tiefe Wurzeln ausbilden. Ein optisch attraktiver und zudem angenehm duftender Vertreter für ein Beet mit Sandboden ist Lavendel. Auch Ginster und Katzenminze fühlen sich in sandigen Böden wohl. Das trifft außerdem auf Sanddorn zu, dessen leuchtende Früchte zu Marmelade, Likör und Chutney verarbeitet werden können.
Wie wird eine Hanglage sinnvoll genutzt?
Grundstücksbereiche in Hanglage lassen sich nur schlecht pflegen und können bei starken Regenfällen weggespült werden. Die erste Maßnahme ist daher eine Einfassung des Hangs, um ein Abrutschen zu vermeiden. Bei einem lang gezogenen Hang können mehrere terrassenförmige Beete angelegt und mit Mauern gesichert werden. Um die spätere Pflanzenpflege zu erleichtern, bietet sich das Verlegen eines Bewässerungssystems an. Anschließend lassen sich die Flächen je nach Sonnenscheindauer mit passenden Pflanzen gestalten. Soll der Hang stattdessen eine begrünte Rasenfläche werden, ist ein Mähroboter ein praktisches Hilfsmittel für den Rasenschnitt.





