Den „Fundamenterder“ kennen die wenigsten Bauherren. Dabei ist er ein essentieller Bestandteil des elektrischen Schutzsystems eines Hauses. Warum der Fundamenterder im Neubau so wichtig ist und warum beim Einbau heute oft zu Baufehlern kommt, erfährst du im Beitrag.
Was ist ein Fundamenterder?
Ein Fundamenterder besteht aus verzinktem Stahlband und wird im Regelfall in der Bodenplatte verlegt. Bei Blitzeinschlägen in dessen Nachbarschaft leitet der Fundamenterder die Spannung als Potenzialausgleich direkt ins Erdreich ab.
Auf was muss ich beim Einbau des Fundamenterder im Neubau achten?
Früher, als Kellerböden noch feucht waren und direkten Kontakt mit dem Erdreich hatten, funktionierte der Potenzialausgleich durch den Fundamenterder gut. Seit immer mehr Keller aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton, bzw. WU-Keller) gegossen werden, klappt der Ausgleich nicht mehr.
Fundamenterder müssen deshalb seit 2014 anders eingebaut werden als früher: laut DIN 18014:2014-3 bei WU-Kellern unter der Gebäudesohle im Erdreich – bei nicht unterkellerten Gebäuden bis zu 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Dort werden sie ringförmig um das gesamte entstehende Haus herum in V4A–Stahl verlegt und mit dem Potenzialausgleich in der Bodenplatte verbunden. Bedauerlicherweise setzen noch längst nicht alle Baufirmen die aktuellen Baunormen um. Ein falsch verlegter Fundamenterder im Neubau kann jedoch bei einem Blitzeinschlag lebensgefährlich werden und zudem dafür sorgen, dass der Versicherungsschutz erlischt.
Bauherren sollten deshalb bei ihren Baustellenbesuchen auf diese Details achten und im Zweifel den unabhängigen Sachverständigen für Baumängel mit einer Kontrollmessung beauftragen.



