Indirekte LED-Beleuchtung für den Neubau – diese Anschlüsse musst du früh berücksichtigen

Frau auf Sofa in Wohnzimmer mit indirekter Beleuchtung
Bild: Envato Elements, RossHelen

Durch indirektes Licht wirken deine Räume wohnlicher und architektonische Details rücken in den Mittelpunkt. Wenn du daher gerade einen Neubau planst, solltest du deine LED-Lichtlinien nicht erst auswählen, wenn Decken und Wände schon fertig sind. Für die Stromanschlüsse sowie Netzteile, Profile und Schalter bist du auf gute Positionen angewiesen. Planst du alles rechtzeitig, kannst du Kabel und Technik später nahezu unsichtbar integrieren und dich individuell zwischen Deckenlicht und indirekter Beleuchtung entscheiden.

Plane LED zusammen mit der Elektroinstallation

Überlege dir zunächst, wo du indirektes Licht tatsächlich nutzen möchtest. Sehr gut passen LED-Stripes entlang abgehängter Decken oder hinter Wandverkleidungen sowie unter Küchenmöbeln. Auch Treppen und Einbaumöbel lassen sich damit beleuchten. Bei der Auswahl passender LED-Beleuchtungssysteme und Profile für den Innenausbau kannst du unterschiedliche Lichtfarben, Bauformen und technische Lösungen berücksichtigen.

Überlege vor dem Einbau genau, wie lang die Lichtlinie wird und wo du die benötigte Technik unterbringen wirst.

Lege solche Positionen am besten fest, während du deine gesamte Elektroplanung für den Neubau erstellst. Nachträglich zusätzliche Leitungen durch bereits verputzte Wände zu ziehen, verursacht unnötigen Aufwand.

Vergiss Netzteile und Controller nicht

Da du LED-Streifen mit 12 oder 24 Volt betreibst, brauchen sie ein passendes Netzteil. Um Helligkeit und Lichtfarbe separat zu steuern, können je nach System noch weitere Komponenten dazukommen. Plane dafür immer den nötigen Platz ein, denn Netzteile hinter der Trockenbauwand zu versenken, kann Probleme mitbringen. Du kannst sie bei einem Defekt nur schlecht austauschen und kommst nicht dran.

Wählst du längere LED-Streifen, solltest du die technische Planung nicht dem Zufall überlassen. Leitungslänge und Spannungsversorgung müssen zum gewählten System passen. Bei fest installierten elektrischen Anschlüssen gehört die Ausführung ohnehin in fachkundige Hände.

Profile vor dem Trockenbau auswählen

Möchtest du gleichmäßige und sauber integrierte Lichtlinien, sind Aluminiumprofile eine spannende Lösung. Aufbauprofile können auch nachträglich noch montiert werden, Unterputz- und Trockenbauprofile solltest du dagegen schon einplanen, bevor Wände und Decken fertiggestellt werden.

Damit kannst du Lichtlinien nahezu bündig in Flächen integrieren und gleichzeitig schützt ein geeignetes Profil den LED-Streifen und fördert die Wärmeableitung. Wenn du ohnehin mit abgehängten Decken planst, kannst du die Beleuchtung mit dem Innenausbau deines Hauses abstimmen.

Lichtfarbe zum Raum auswählen

Für gemütliche Wohnbereiche ist warmweißes Licht am besten geeignet, in Arbeitsbereichen sind höhere Farbtemperaturen akzeptabel. Die Verbraucherzentrale erklärt die wichtigsten Angaben bei LED-Lampen und nennt für warmweißes Licht einen Bereich von 2.700 bis 3.300 Kelvin. Achte außerdem auf Lumen statt ausschließlich auf Watt, wenn du die Helligkeit vergleichst.

Die spätere Bedienung berücksichtigen

Während der Planung solltest du direkt festlegen, wie du deine LED-Beleuchtung schalten willst. Zusätzlich zu klassischen Wandschaltern kommen Dimmer oder eine Einbindung in die Hausautomation infrage. Wenn du ein vernetztes Zuhause planst, lässt sich die Beleuchtung in dein Smart-Home-Konzept aufnehmen.

Tipp: Getrennte Lichtkreise sind beliebt und praktisch, denn damit musst du Deckenleuchte und indirekte Beleuchtung nicht gleichzeitig einschalten. Wenn du die Steuerung und die Anschlüsse frühzeitig geplant hast, kannst du deine LEDs zu einem festen Bestandteil deines Konzeptes machen und nicht erst später zu einer Notlösung mit später Installation.