Das Smart Home der Zukunft ist in vielen Haushalten bereits heute Realität. Die Vorteile liegen nämlich klar auf der Hand, angefangen bei den vielen Möglichkeiten zur Automatisierung hin zur Steigerung des Wohnkomforts. Einige clevere Helfer gelten dabei als unverzichtbar, während andere mehr Aufwand als Nutzen erzeugen. Doch wie erkennt man eigentlich den Unterschied?
Dieser Artikel geht zunächst auf die zunehmende Bedeutung von IT-Sicherheit im Smart Home ein und stellt anschließend 6 Geräte vor, die in keinem smarten Haushalt fehlen dürfen. Auf einige vermeintliche Helfer sollte man hingegen lieber verzichten – dazu später mehr.
Wie wichtig ist das Thema IT-Sicherheit im Smart Home?
Leider vernachlässigen viele Hersteller von Smart-Home-Geräten den Sicherheitsaspekt, obwohl die Risiken nachweislich ansteigen. Immer wieder gibt es Vorfälle von entdeckten Sicherheitslücken oder unbefugten Zugriffen auf ein ganzes Netzwerk. Eindringlinge können dabei teilweise die Steuerung übernehmen oder sensible Daten abgreifen.
Deswegen ist es wichtig, das eigene Smart Home vor möglichen Angriffen abzusichern. Die Internetverbindung bzw. das WLAN gilt oft als Einfallstor, wenn es nicht richtig konfiguriert ist. Hausbesitzer sollten unbedingt eine moderne Verschlüsselung wie WPA2/WPA3 nutzen und ein starkes, einzigartiges Passwort setzen. So haben es Hacker besonders schwierig.
Mit einem Online-VPN auf dem WLAN-Router lassen sich sogar alle damit verbundenen Smart-Home-Geräte zusätzlich absichern. Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) verschlüsselt nämlich den Datenverkehr aller mit dem Router verbundenen Geräte. Für Smart-TVs, Handys und Laptops gibt es aber auch eigene entsprechende VPN-Apps, die eine intuitive Nutzung erlauben.
Auf diese 6 Smart-Home-Geräte sollte niemand verzichten
Smart-TV
Der smarte Fernseher ist in vielen Haushalten das zentrale Unterhaltungselement. Streaming-Apps wie bieten dabei ein schier endloses Angebot an Serien und Filmen. Andere schließen wiederum lieber die Spielekonsole an und verbringen ein paar Stunden in einer virtuellen Welt. Ein Smart-TV kann aber noch mehr und sogar die Steuerung aller weiteren Smart-Home-Geräte übernehmen.
Sprachassistent
Ob Alexa oder Google Assistant, Sprachassistenten dienen oft als praktischer Zusatzhelfer im Smart Home. Die kleinen smarten Lautsprecher reagieren nämlich auf Sprachbefehle. Anstatt eine App öffnen und bedienen zu müssen, äußert man einfach einen Befehl oder Wunsch. So lassen sich bequem elektrische Jalousien steuern oder Lampen dimmen. Einige Modelle verfügen sogar über einen Bildschirm, um aktuelle Daten anzeigen zu können.
Intelligente Lampen
Kaum ein anderer Aspekt hat auf die Atmosphäre einen so starken Einfluss wie die Beleuchtung. Smarte Lampen bieten dabei viele praktische Funktionen. Sie dimmen sich automatisch ab oder passen die Lichttemperatur dynamisch an die Tageszeit an. Am Morgen und Mittag ist das Licht beispielsweise eher kühl und gleicht damit natürlichem Tageslicht, während es abends warm leuchtet und zur Entspannung beiträgt.
Staubsaugerroboter
Moderne Haushalte setzen häufig auf eine minimalistische Einrichtung, in der ein Staubsaugerroboter wahre Wunder verrichten kann. Er fängt zu einer bestimmten Uhrzeit mit der Arbeit an, beispielsweise wenn man selbst bei der Arbeit ist und sorgt für eine ordentliche Grundreinheit. Das ist vor allem in Haushalten mit Tieren eine große Erleichterung. Einige Modelle kommen mittlerweile sogar mit einer Mopp-Funktion.
Elektrisches Türschloss
Verlorene oder vergessene Schlüssel sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch sehr kostspielig sein. Dabei lässt sich dieses Problem mit einem elektrischen bzw. smarten Türschloss meistens komplett umgehen. Entsprechende Schlösser lassen sich nämlich per PIN, RFID, Fingerabdruck und natürlich auch mit einem Schlüssel öffnen. Eine App erlaubt es ebenfalls, Zugänge aus der Ferne zu ändern oder Gäste hereinzulassen.
Smarte Thermostate
Die Energiewende hat Deutschland fest im Griff und smarte Thermostate gelten als unverzichtbarer Teil in jedem Smart Home. Sie erlauben eine automatisierte Heizungssteuerung, um die Effizienz beim Heizen weiter zu steigern. Sie halten eine gewünschte Temperatur, regeln zur Nacht die Heizung herunter und heizen morgens vor, sodass es immer wohlig warm im eigenen Zuhause ist.
Es gibt auch Smart-Home-Geräte, die nur Arbeit erzeugen
Kabellose Kameras
Auf dem Papier scheint es eine großartige Idee zu sein, eine kabellose Sicherheitskamera überall einsetzen zu können. Doch in der Realität scheitert es an der Umsetzung bzw. der Akkulaufzeit. Die permanente Verbindung zum WLAN verbraucht viel Energie und selbst wenn die Kamera nur auf Bewegungen reagiert, ist die Akkulaufzeit oft überschaubar. Wer nicht ständig nachladen möchte, greift lieber zu einem kabelgebundenen Modell.
Smarte Kaffeemaschinen
Kaffeeliebhaber genießen morgens am liebsten eine frisch gebrühte Tasse. Smarte Kaffeemaschinen scheinen dabei die perfekte Lösung zu sein, weil sie zu einer bestimmten Uhrzeit von allein mit dem Brühen beginnen. Aber wer kann schon morgens minutengenau einen Kaffee einplanen? Mal schläft man länger, mal kommt man etwas eher aus dem Bett. Der Kaffee wird also oft zu früh oder zu spät gebrüht.
Bestell-Knöpfe bzw. Dash-Buttons
Vor einigen Jahren hatte Amazon die Idee, sogenannte Dash-Buttons an Waschmaschinen anzubringen. Das sind kleine IoT-Geräte, die auf Knopfdruck Waschmittel nachbestellen. Man musste nur noch das zu bestellende Produkt vorab auswählen. Als Käufer sah man anschließend weder den Preis noch die Verfügbarkeit, was Fragen aufwarf.



