Keller oder Bodenplatte: Deine Entscheidungshilfe

Kranstellplatz von oben. Aus der Vogelperspektive sind außerdem Wände für Kellerräume zu sehen, Baustellensituation
Kranstellplatz aus der Vogelperspektive. Foto: Glatthaar Keller GmbH & Co KG

Beim Thema Keller oder Bodenplatte fällt bei einigen die Entscheidung schwer. Gerade das Budget ist dabei für Baufamilien ein wichtiger Einflussfaktor. Du solltest aber bedenken, dass sowohl dein eigener Bedarf als auch das Grundstück des Hauses eine Rolle spielen müssen.

In unseren Ratgeber bieten wir dir eine fundierte Entscheidungshilfe anhand unterschiedlicher Betrachtungsweisen. So findest du die richtige Lösung für deine Gesamtsituation.

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Bilder: Glatthaar Keller GmbH & Co. KG

Was ist günstiger, ein Keller oder eine Bodenplatte?

Pauschal gesagt ist die Bodenplatte erst einmal günstiger als der Keller. Wenn sich diese Wahl aber im Nachhinein als falsch erweist, war es das gesparte Geld am Ende vielleicht gar nicht wert. Denn viele Expertinnen und Experten sehen den Mehrwert eines Kellers im Vergleich zu den Kosten, die beim Bau entstehen, als höher an. Der Kellerbau schlägt zwar durchschnittlich mit 10 bis 15 Prozent Mehrkosten beim Hausbau zu Buche – jedoch schlagen diese Kosten langfristig die vielfältigen Nutzungsbedingungen, die ein Keller bietet. Sei es als Lagerraum, Hobbyzimmer, Technikraum oder Einliegerwohnung für Mieterinnen und Mieter, die eigenen Kinder oder sogar für Pflegepersonal. Wer langfristig denkt, ist beim Hausbau gut beraten.

Bei einer weitreichenden Entscheidung wie Keller oder Bodenplatte, solltest du dich daher nicht nur an deinem aktuell verfügbaren Budget orientieren. Im Gegensatz zur Wandfarbe oder selbst dem Bodenbelag, kannst du diese Entscheidung nicht ganz einfach bzw. überhaupt nicht rückgängig machen. Zwar ist es in der Theorie möglich nachträglich ein Haus zu unterkellern. Allerdings ist dieses Vorhaben sehr aufwändig und teuer.

Viel wichtiger bei der Frage "Keller oder Bodenplatte" ist eine Bedarfsanalyse, die auch mögliche Entscheidungen deiner Lebens- und Familiensituation berücksichtigt. Mit einem Baugrundgutachten wird auch das Thema Grundstücksbeschaffenheit geklärt. Wenn der Untergrund nicht besonders tragfähig ist, kann der Bau eines Kellers sogar mehr Sinn machen, als eine Bodenplatte als Grundlage zu nehmen. Ein hoher Grundwasserspiegel macht den Bau eines Kellers schwieriger und kostspieliger. Ist der Keller unzureichend abgedichtet, kommt es nicht selten zu Feuchtigkeitsproblemen.

Der Kellerspezialist Glatthaar bietet eine breite Auswahl an Prospekten, die dich bei der Entscheidungsfindung zu den Themen Keller, Teilunterkellerung und Bodenplatte unterstützen.

Wann lohnt sich ein Keller?

Es kann mehrere Gründe geben, weswegen sich ein Keller für dich lohnt. Das kann zum einen die Bauweise deines Eigenheims sein. Wenn du einen Bungalow baust, so ist dieser in der Regel eingeschossig. Du könntest in diesem Fall den Bungalow komplett oder teilweise unterkellern. So hast du nützlichen Stau- und Vorratsraum gewonnen, der nicht in deinem Wohnbereich ist. Das ist gerade dann von Vorteil, wenn das Grundstück klein ist – übrigens auch bei Einfamilienhäusern, die über wenig Wohnfläche verfügen. Du kannst dein Grundstück auf diese Art besser ausnutzen.

Wenn du am Hang baust, so ergibt es sich fast zwangsläufig, dass zumindest ein Teil der Wohnfläche im Hang sich als Keller eignet. Du solltest dir diesen Umstand zunutze machen und entsprechend einen Kellerraum einplanen. Der Keller lohnt sich also in diesem Fall, da du sowieso auf eine entsprechende Abdichtung zur Feuchtigkeitsregulierung achten musst und gleichzeitig eine Wertsteigerung deiner Immobilie erreichst.

Grundsätzlich dient eine Bedarfsanalyse dazu, ob du für dein individuelles Bedürfnis nach Abstellfläche und Raumreserve wirklich einen Keller benötigst und ob sich daher diese Investition lohnt.

Welche Nachteile hat ein Fertigkeller?

Baufamilien schrecken beim Thema Keller vor allem vor den zusätzlichen Kosten zurück. Diese fallen zwar auch beim Thema Fertigkeller an, sind aber in der Regel nicht so hoch, wie beim konventionellen Keller. Daher ist ein Fertigkeller eine mögliche Alternative, die normalerweise auch nicht so sehr das Budget belastet. Er bietet genauso die Möglichkeit für zusätzlichen Wohnraum oder weitere Verstaumöglichkeiten.

Welche Vorteile ein Fertigkeller außerdem hat:

  • die Baugrube ist in der Regel kleiner und bei den Erd- und Tiefbauarbeiten ist weniger Aufwand nötig
  • vorgefertigt und schnell montiert dank Baukastensystem
  • das alles macht ihn in der Regel günstiger und bedeutet auch mehr Kostensicherheit

Was ist besser: Haus mit Keller oder ohne?

Hier gibt es kein besser oder schlechter pro oder contra Keller. Diese Entscheidung sollte gut überlegt sein und sich nach folgenden Kriterien richten:

  • Benötigst du Verstaumöglichkeiten, die du im Wohnbereich nicht hast, beispielsweise weil die Wohnfläche sowieso knapp ist?
  • Möchtest du einen Keller haben, um hier (verderbliche) Lebensmittel über einen längeren Zeitraum aufzubewahren? Ein kühler Keller ist beispielsweise nötig, wenn du Kartoffeln oder Äpfel über den haushaltsüblichen Zeitraum hinweg aufbewahren möchtest.
  • Befindest du dich in einem Hochwassergebiet? Falls ja, ist das Risiko eines vollgelaufenen Kellers und damit verbundenem finanziellem Schaden mit Keller natürlich weitaus höher.

Wenn du einen Keller planst, dann überlege dir bereits im Vorfeld, wie du ihn jetzt und in Zukunft nutzen möchtest. Soll er einmal ein Wohnkeller sein, so musst du auch den Innenausbau einkalkulieren. Ein rein zweckmäßiger Keller sollte zwar perfekt abgedichtet sein, Kosten wie sie beim Innenausbau entstehen, sind hier aber zweitrangig.

Ist ein Haus mit Keller mehr wert?

Ein Haus mit (ausgebautem) Keller bedeutet eine Wertsteigerung, wenn der Keller fachgerecht gebaut wurde. Schließlich wird dadurch zusätzlicher Stauraum und bei entsprechendem Ausbau auch zusätzlicher Wohnraum geschaffen, der entweder für die eigene Familie genutzt werden oder sogar als Einliegerwohnung vermietet werden kann, falls Bedarf besteht.

Nicht zu vernachlässigen ist die Tatsache, dass ein gut gedämmter Keller dafür sorgt, dass weniger Wärme verloren geht. Langfristig lassen sich also dank der Investition Folgekosten sparen.

Warum baut man keine Keller mehr?

Dass heute viele Häuser ohne Keller gebaut werden, hat unterschiedliche Gründe. Hier sind einige davon:

  1. Zum einen spielt es keine so große Rolle mehr, eigene Vorräte anzulegen. Selten wird etwa selbst geerntetes Obst und Gemüse über den Winter im eigenen Keller gelagert. Schließlich kauft der überwiegende Teil von uns das, was benötigt wird, einfach im nächsten Supermarkt ein. Dazu darf der Keller allerdings über keine Wärmedämmung verfügen. Allerdings ist dann eine gute Bodendämmung der Wohn- zu den Kellerräume unverzichtbar, um Wärmeverluste zu verhindern.
  2. Außerdem sind auch die Bau- und Grundstückskosten für das eigene Zuhause in den vergangenen Jahrzehnten langfristig kontinuierlich gestiegen, sodass Baufamilien dort sparen, wo sie am ehesten verzichten können.
  3. Durch die Klimakrise werden Unwetter und ihre Folgen häufiger. Gerade in Hochwassergebieten wird daher verstärkt auf den Bau eines Kellers verzichtet. Dasselbe gilt für Gegenden mit hohem Grundwasserspiegel.

Welche Alternativen gibt es zum Keller?

Häufiger Grund für einen Keller ist der Wunsch nach Stauraum für Vorräte, Gegenstände, die im Alltag nicht häufig gebraucht werden oder als Nutzraum, wie ein Hobbykeller oder für (Heiz-)Technik. Wer sich aus Kostengründen gegen einen Keller entscheidet, hat aber alternative Möglichkeiten, um genau diese Dinge zu ermöglichen.

So kann eine Abstellkammer oder Vorratskammer neben der Küche, die gut mit Regalen organisiert ist, als Alternative zum Keller genutzt werden. Je nachdem, was darin aufbewahrt wird, ist dort auch eine fensterlose Variante denkbar.

Wer ein Hobbyzimmer benötigt, kann dies je nach Hobby gut in einem Gartenhaus oder der Garage verwirklichen. Gerade handwerkliche Freizeitbeschäftigungen sind ideal für eine Auslagerung.

Auch das Dachgeschoss oder eine Galerie, die in modernen Wohnhäusern gerne an einen Luftraum anschließt, kann für Hobbys oder als Lagermöglichkeit genutzt werden. Einbauschränke, sowie raumhohe schlichte Schränke, die mit der Einrichtung und der Umgebung nahezu verschmelzen, sind ideal.

Was sind die Nachteile einer Teilunterkellerung?

Der größte Nachteil liegt in den Kosten. Leider bedeutet eine Teilreduzierung der Kellerfläche nicht gleichzeitig eine Teilreduzierung der Ausgaben. Bezogen auf die Gesamtquadratmeterzahl fallen die Kosten bei einer Teilunterkellerung meist sogar noch höher aus, als bei einer Vollunterkellerung. Selbst wenn du die Kellerfläche um die Hälfte reduzieren möchtest, sparst du damit nur ca. 30 Prozent der Gesamtaufwendungen. Die Rechnung lohnt sich so gesehen also nicht. Woran liegt das? Beispielsweise muss bei einem Teilkeller generell ebenfalls ein Baugrundgutachten erfolgen, die Kellertreppe muss gut in den Grundriss eingeplant werden und auch das Thema Dämmung fällt bei einer Teilunterkellerung genauso an, wie bei einer Vollunterkellerung.

Haus das am oder im Hang gebaut ist.
Haus in Kellerhanglage

Aber: Baust du ein Haus in Hanglage, kann eine Teilunterkellerung sogar von Vorteil sein. Der Keller kann hier praktisch ins Erdreich eingegraben werden. Da hier eine gute Abdichtung nach außen sowieso wichtig ist, kannst du diesen Bereich genauso gut als Teilkeller nutzen. So kannst du einen Teil der Haustechnik im Keller aufbewahren, während du im anderen Teil auf gleicher Höhe nutzbare Wohnfläche hast.

Und noch ein erwähnenswerter Fakt: Ein Bungalow, der über viel Grundfläche verfügt, benötigt in der Regel keinen ebenso großen Kellerraum. Hier bietet sich eine Teilunterkellerung also auf jeden Fall an. Wie jedoch bereits erwähnt entstehen hier dennoch Kosten, die nicht im Verhältnis zur Kellergröße stehen müssen.

Fazit

Bei der Entscheidung, ob du mit Keller oder Bodenplatte baust, musst du dich neben deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen auch nach den Gegebenheiten des Standorts richten. Du solltest in jedem Fall gut abwägen und nicht nur aufgrund des Budgets entscheiden.

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